Verbandsversammlung 2018

VwR Mai 2018 HOmepage

Verwaltungsrat wieder komplett: von links: GF Dr. Jochen Damm, NOW; BMin Rita Behr-Martin, Wallhausen; BF der HWG Holger Gersten, NOW; BM Siegried Gröner, Rot am See; GF HGW Isolde Ansorge; stv. VV BM Uwe Hehn, Creglingen; VV BMin Petra Weber, Blaufelden; BM Christian Mauch, Gerabronn; BMin Jacqueline Förderer, Schrozberg; BM Stefan Ohr, Kirchberg/Jagst; BMin Heike Naber, Niederstetten; Herr Hans Bruder, Niederrimbach

Zur jährlichen Verbandsversammlung traf sich die HWG am Donnerstag, den 15. November 2018 in Gerabronn - Michelbach/Heide.

Neben dem Bericht der Verbandsvorsitzenden Bürgermeisterin Petra Weber, Blaufelden, informierte Betriebsführer Holger Gersten und Geschäftsführer Dr. Jochen Damm vom Zweckverband Nordostwürttemberg Crailsheim (NOW) vom Bau- und Betriebsgeschehen der HWG. Beschlossen wurde der Jahresabschluss 2017 sowie der Wirtschaftsplan 2019, welche Geschäftsführerin Isolde Ansorge von der HWG erläuterte. Außerdem wurde Verbandsvorsitzende BMin Petra Weber, Blaufelden und stellvertretender Verbandsvorsitzender BM Uwe Hehn für die nächsten 5 Jahre in ihrem Amt bestätigt, sowie BMin Heike Naber, Niederstetten als Nachfolgerin für Herr BM Rüdiger Zibold i.R. in den Verwaltungsrat gewählt..

Der Zweckverband Hohenloher Wasserversorgungsgruppe (HWG) mit Sitz in Gerabronn versorgt jährlich rund 30.500 Einwohner aus den 11 Mitgliedsgemeinden mit 2,4 Mio. cbm Trinkwasser. Die Versorgungsanlagen, sei es die Ortsnetze, Überlandleitungen oder Wassertürme, sind alle verbandseigen und von der HWG zu betreuen und zu unterhalten. 

Seit 2006 besteht eine Kooperation mit der NOW im Rahmen der Rohwasserkonzeption, an der sich weitere Zweckverbände und Gemeinden beteiligt haben. Im neuen Wasserwerk Bronn bei Weikersheim, dass seit Mitte 2008 vollständig in Betrieb ist, werden nun die Eigenwässer der HWG und der weiteren Beteiligten gesammelt aufbereitet und wieder in der Region verteilt. Durch eine verbesserte Vernetzung der Systeme kann seitdem auch überschüssiges Wasser genutzt werden. Durch die Enthärtung der Eigenwässer im Wasserwerk Bronn (nördlicher Bereich) kann seitdem im gesamten Verbandsgebiet Trinkwasser mit einer Härte von etwa 13,5°dH geliefert werden. Für die Einbringung der Eigenwässer hat die HWG in Rahmen der Kooperation mit der NOW weitere Bezugsrechte erhalten, welche in dieser Sitzung mit einstimmigen Beschluss auf 116,7 l/s endgültig festgelegt wurden.

In der kürzlich stattgefundenen jährlichen Verbandsversammlung der HWG im Gemeindesaal in Gerabronn - Michelbach/Heide berichtete Betriebsführer Holger Gersten über das Betriebs- und Baugeschehen im Verband.

2017 lag die Wassergesamtabgabe mit 2,46 Mio. cbm geringfügig höher als der Vorjahreswert. Das Jahr 2017 verlief wie auch das Jahr 2016durchschnittlich im Vergleich zum warmen Jahr 2015 mit längeren trockenen Abschnitten. Der Spitzenverbrauchstag 2017 lag an einem Junitag bei 109 l/s oder 9.4735 cbm. Im Juni ergab sich die höchste monatliche Einspeisemenge. 2018 wird durch die lang anhaltende Wärme und Trockenheit eine höhere Wasserabgabe erwartet. Der bislang höchste Tagesverbrauch wurde an einem Julitag mit 115 l/s oder 9.965 cbm gemessen.

2017 wurden von den Wasserwärtern 161 Rohrbrüche behoben. Im Vorjahresvergleich sind dies 23 mehr.

Um eine Verbesserung der Versorgung und der Druckverhältnisse im Bereich Schrozberg-Ettenhausen zu erreichen, wurde 2017 ein neuer Hochbehälter Ettenhausen mit Zuleitung vom Hornungshof her gebaut und der Altbehälter aus dem Jahr 1958 stillgelegt. Der Altbehälter wurde regelmäßig vom Gesundheitsamt beanstandet und entspricht nicht mehr den derzeitigen Trinkwasservorschriften und anerkannten Regelen der Technik. Die Gesamtkosten für die Neubaumaßnahme belaufen sich auf rund 500.000 € und werden vollständig von der HWG finanziert. Mangels ausreichendem Fördertopf des Landes Baden Württemberg konnte die Maßnahme nicht bezuschusst werden. Die Umbindung an den neuen Behälter erfolgte Mitte Dezember 2017. Dadurch ist in diesem Bereich die Trinkwasserversorgung für die nächsten Jahrzehnte weiter gesichert.

Weiter wurden 2017   350.000 € in Ortsnetzsanierungsmaßnahmen investiert.

 

Frau Isolde Ansorge, Geschäftsführerin der HWG, erläuterte den Jahresabschluss 2017 sowie den Wirtschaftsplan 2019 des Zweckverbandes.

Jahresrechnung 2017

Das Jahr 2017 ergab einen Gesamtwasserpreis mit 1,94 € (Betrieb- und Festkostenumlage), welcher um 1 Cent über dem Planansatz lag. Die Betriebskostenumlage fiel mit 1,30 € pro cbm Wasserabgabe 4 Cent höher aus als im Plan, die Festkostenumlage lag mit 50,21€ pro Einwohner um 1,86 € darunter. Die Wasserabgabe an die Mitglieder mit 2,41 Mio. cbm entsprach den Planvorgaben. Die Betriebskosten lagen im Ergebnis etwas höher, da sich Mehrkosten um Unterhaltungsbereich Speicheranlagen, Hauptrohrnetz und Hausanschlüsse im öffentlichen Bereich ergaben.

Für Investitionen wurde 2017 rund 930.000 € verausgabt, hiervon für Ortsnetzerneuerungsmaßahmen anteilig 350.000 €. Hauptschwerkpunkt war 2017 der Neubau des Hochbehälters Schrozberg-Ettenhausen.

Ein dieser Stelle ein Dank an alle beteiligten Firmen und Ingenieurbüros sowie andere Institutionen, die für den Verband tätig und an den zahlreichen Baumaßnahmen im Jahr 2017 beteiligt waren. Ebenfalls ein Dank an alle Mitarbeiter/-innen des Zweckverbands sowie an die technische Betriebsführung und unserem Kooperationspartner NOW Crailsheim für die geleistete Arbeit !

Aus der Jahresrechnung 2017:
Gesamtpreis: 1,94 € pro cbm (Betriebs- und Festkostenumlage)
Wasserabgabe an die Verbandsmitglieder: 2,41 Mio. cbm
Durchschnittliche Wasserabgabe pro Einwohner pro Tag: 218 Liter
(Wasserverbrauch Bundesdurchschnitt 122 Liter)
Versorgte Einwohnerzahl: 30.807
Bauvolumen: 0,93 Mio. €, davon Sanierung Ortsnetze 0,35 Mio. €
Rohrbrüche: 161
Hausanschlüsse neu: 59

Wirtschaftsplan 2019:

Die Umlageberechung des Wirtschaftsplanes 2019 ergibt einen im Vorjahresvergleich um 8 Cent höheren Gesamtwasserzins von 2,05 € pro cbm (Betriebs- und Festkostenumlage). Die Wasserbezugskosten von der NOW haben sich erhöht, desweiteren ergeben sich Mehrkosten im Personal-und Unterhaltungsbereich. Es wird wie in den Vorjahren mit einer Wasserabgabe an die Verbandsmitglieder mit 2,4 Mio. cbm gerechnet. Für Investitionen sind 2019 rund 1,2 Mio. € eingeplant.

Als größeres Vorhaben ist der Neubau des Pumpwerks Creglingen-Schön mit Zuleitung zum Wassertumr Schön eingeplant. Hierfür wurde bereits ein zweiter Förderantrag gestellt, nachdem ein erster negativ beschieden wurde.Das alte Pumpwerk aus dem jahr 1958 entspricht nicht merh den heutigen Anforderungen der Regeln und Technik in der Trinkwasserversorgung. Auch die alte Druckleitung erzeugt einen sehr hohen Druckverlust und Energieverbrauch. Ebenso ist der Wasserbedarf in Schön gestiegen, so dass eine Vergrößerung des Speichervolumens notwendig ist. Durch den Neubau verbessert sich die Versorgungssicherheit und die Wasserqualität wird gesichert. Die Gesamtkosten liegen bei rund 500.000 €.

Derzeit werden auch Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungssituation im Beeich Werdeck,Seibotenberg, Diembot durchgeführt. Vorgesehen ist die Erneuerung der Zuleitungen mit direkter Anbindung von Diembot an den Wasserturm Seibotenberg. Die alten Leitungen aus dem Jahr1958 bestehen aus Asbestzement, hier traten in den letzten Jahren überdurchschnittlich viele Rohrbrüche auf, ebenso ergaben sich auch immer wieder Versorgungsengpässe durch die sehr langen teilweise schwach dimensionierte Leitungen.Die Maßnahme wurde in 3 Bauabschnitte aufgeteilt, Der 1. Bauabschnitt wurde 2018 realisiert, in den Folgejahren 2019 und 2020 sind die weiteren 2 Bauabschnitte vorgesehenAuch für dieses Projekt wurden Landesmittel beantragt, ein erster Antrag wurde negativ beschieden. 2019 sind hierfür 210.000 € eingeplant. Das Gesamtprojekt kostet 580.000 €

Für Ortsnetzerneuerungen sind 500.000 € vorgesehen.

In der Finanzplanung bis 2023 wir für beide Umlagen zusammen mit moderaten Preiserhöhung von 2-3 Cent pro cbm Wasserabgabe gerechnet. Es wird von einer gleichbleibenden Wasserabgabe mit 2,4 Mio. cbm ausgegangen. Die Wasserbezugskosten von der NOW erhöhen sich jährlich. Die verschiedenen Konzeptionen der NOW ergeben Mehrkosten  bei den Personal-, Betriebs- und Stromkosten. Das Wasserentnahmeentgelt wird ab 2019 ebenso erhöht. Die NOW kann ihre Wasserabgabe durch die Konzeptionen jedoch steigern, seit der Realisierung verschiedener Konzeptionen um rund 10 Mio. cbm auf 28 Mio. cbm in 2017. 2018 wird durch die Trockenheit bei der NOW eine Rekordabgabe erwartet. Die Konzeptionen der NOW bringen eine Vernetzung in der Wasserversorgung und erhöhen dadurch die Versorgungssicherheit in der Region erheblich. 2018 z.B. konnte trotz langen trockenen und heißen Zeiträumen die Trinkwasserversorgung im Verbandsgebeit durchgängig gewährleistet werden. Daneben hat die HWG ihre eigenen Sanierungsmaßnahmen der weit verzweigten Wasserleitungsnetze im ländlichen Raum, so dass insgesamt ein großes Investitionsvolumen zusammenkommt.

Der moderaten jährlichen Preisanpassung pro cbm Wasserabgabe steht die Lieferung von einwandfreiem enthärteten Trinkwasser in bester Qualität bei guter Versorgungssicherheit gegenüber.

Aus dem Wirtschaftsplan 2019:
Gesamtpreis: 2,05 € pro cbm (Betriebs- und Festkostenumlage)
Wasserabgabe an die Verbandsmitglieder: 2,40 Mio. cbm
Zu versorgende Einwohnerzahl: 30.842
Bauvolumen: 1,23 Mio. €, davon Sanierung Ortsnetze 0,5 Mio. €

 
Personalveränderungen:

Frau Bürgermeisterin Heike Naber, Niederstetten wurde als Nachfolgerin für Herr Bürgermeister Rüdiger Zibold i.R. in den Verwaltungsrat gewählt. Damit ist das Gremium wieder in vollständiger Besetzung.

Herr Bürgermeister Zibold i.R. nahm an der Verbandsversammlung teil und wurde mit Dankesworten von Verbandsvorsitzenden Weber und einem Wein- und Buchpräsent gebührend verabschiedet.

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